Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulforschung

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Studium und Mobilität

Wanderungsverhalten von Studienanfänger/innen und Studierenden des Freistaates Sachsen

Laufzeit

08/2009 – 08/2012

Auftraggeber

Gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und den Freistaat Sachsen im Rahmen der Förderrichtlinie „ESF Hochschule und Forschung“ – Landesinnovationspromotion.

esfeusachsen

Ziele/ Kurzbeschreibung

Die deutsche Hochschullandschaft befindet sich seit einigen Jahren in einem tief greifenden Umbruch. Die Hochschulen stehen insgesamt unter einem enormen Wettbewerbsdruck. Durch die verstärkten Profilbildungen, das Gewinnen und Binden von renommierten Wissen­schaftlern ebenso wie das Rekrutieren von qualifizierten Studierenden versucht jede Hoch­schule ihre Position im Wettbewerb zu stärken.

Die Attraktivität einer Hochschule und damit auch ihre Anziehungskraft sind wichtige Kriterien für die Rekrutierung, die wiederum ein Indikator für die Attraktivität darstellt. Bereits seit den 1960er Jahren zeichnet sich in den Ergebnissen der empirischen Studierendenforschung sowohl für West- als auch Ostdeutschland eine Bildungs­sesshaftigkeit ab. Dass heißt, es existiert keine so stark vermutete Mobilität und die Heimatortnähe zählt zu den wichtigsten Gründen bei der Wahl des Studienortes.

Die Wahl des Hochschulortes wirkt sich dramatischer unter dem Vorzeichen des demo­graphischen Wandels aus. Im Westen Deutschlands wird es einen „Überschuss“ an Studien­anfänger/innen u.a. durch doppelte Abiturjahrgänge und im Osten einen Mangel geben. Um auf die Studienmöglichkeiten in Sachsen bzw. Ostdeutschland aufmerksam zu machen, startete das Land die Werbekampagne "Pack dein Studium am besten in Sachsen". Für die fünf Neuen Bundesländer folgt die Imagekampagne "Studieren in Fernost“. Ziel ist es, mit einer größeren Anzahl von Studienanfänger/innen schließlich auch mehr Absolvent/innen für Sachsen zu gewinnen. Denn ein Nachfragedefizit an Studienanfänger/innen und Studierenden und der sich schon heute abzeichnende Mangel an hochqualifizierten Absolventen hätten negative Auswirklungen auf die sächsische Wirtschaft.

Das Dissertationsvorhaben wird mit Hilfe der amtlichen Statistik die Mobilität von Studien­anfänger/innen und Studierenden untersuchen sowie die Einzugsbereiche der sächsischen Hochschulen heraus­arbeiten. Wie mobil sind Studienberechtigte, Studienanfänger/innen und Studierende im Laufe der Jahre geworden? Haben sich die Einzugsbereiche der Hochschulen verändert? Zeigt die Werbekampagne des Freistaates Sachsen erste Wirkungen? Wie gut lässt sich die Mobilität mit der amtlichen Statistik erfassen? Dies sind vier Hauptfragestellungen, auf die adäquate Antworten gefunden werden sollen. In einem Exkurs soll außerdem versucht werden, die Mobilität sächsischer Absolvent/innen anhand von bereits vorliegenden quantitativen Erhebungen aufzuzeigen.

Projektleitung

Prof. Dr. Karl Lenz
Prof. Dr. Andrä Wolter

Mitarbeiterin

Jacqueline Beyer, M.A.

Kontakt

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